Compose Your Vision - Real Estate Photography
Mein Name ist Colin Dutton, ich bin Werbefotograf und komme ursprünglich aus London, lebe aber seit 20 Jahren in Italien. Ich bin auf Innenraumfotografie spezialisiert und arbeite daher viel für Architekten, Designfirmen, Hotels und Anbietern von Luxusimmobilien. Ich habe das Glück, in einem wunderschönen Teil der Welt zu leben. Da Venedig praktisch vor meiner Haustür liegt, bin ich oft hier und fotografiere in diesen fantastischen Gebäuden.
Erkunden Sie den kreativen Prozess von professionellen Fotografen un Filmemachern. Immobilienfotografie mit Colin Dutton
KONZEPT
Mein Name ist Colin Dutton, ich bin Werbefotograf und komme ursprünglich aus London, lebe aber seit 20 Jahren in Italien. Ich bin auf Innenraumfotografie spezialisiert und arbeite daher viel für Architekten, Designfirmen, Hotels und Anbietern von Luxusimmobilien.
Ich habe das Glück, in einem wunderschönen Teil der Welt zu leben. Da Venedig praktisch vor meiner Haustür liegt, bin ich oft hier und fotografiere in diesen fantastischen Gebäuden. Bei diesem Projekt geht es um den Palazzo Garzoni, einen Palast am Canal Grande. Er stammt aus dem 15. Jahrhundert und wurde vor Kurzem sehr exklusiv und wunderschön renoviert.
Innenraumfotografie ist viel schwieriger, als es scheinen mag. Sie erfordert viel Geduld, technisches Geschick und die richtige Ausrüstung. Im Grunde geht es darum, Probleme zu lösen: Komposition, Licht, Farbe und Raum – alle diese Aspekte müssen unter Kontrolle gehalten werden, wenn das Bild gelingen soll. Oft muss ich dabei eine Menge Kompromisse eingehen. Anders als beim 3D-Rendering kann ich die Wände oder Fenster nicht verschieben, um das gewünschte Bild zu erhalten!




Die Innenraumfotografie ist im Allgemeinen schon schwierig, aber Venedig macht es einem noch schwerer.
Die Stadt bringt einige zusätzliche Herausforderungen mit sich. Zunächst einmal kann ich nicht mit dem Auto vorfahren. Ich brauche also eine einigermaßen leichte, flexible Ausrüstung, die ich zu Fuß tragen kann. Die Gebäude hier haben hohe Holzbalkendecken, und oft kommt das Licht von einem einzigen Fenster an einem Ende des Raums. Es gibt daher viel Gegenlicht und starke Kontraste. Unter Umständen steht auch ein Gebäude direkt vor dem Fenster und verändert die Farbe des in den Raum einfallenden Lichts. Und dann ist da noch der traditionelle venezianische Bodenbelag. Er ist wie ein glänzendes Marmormosaik und verursacht wirklich harte Reflexionen und ausgefressene Spitzlichter.
TECHNIK
Im Laufe der Jahre habe ich eine Technik entwickelt, mit all diesen Herausforderungen umzugehen. Ich verwende einen tragbaren Blitz, um das Licht zu steuern, mache eine Belichtungsreihe und füge die Bilder in der Nachbearbeitung zusammen. Damit kann ich der Szene mehr Tiefe verleihen, bestimmte Oberflächen hervorheben und die Farben bereinigen.


Diese Arbeitsweise erfordert Geduld, aber damit kann ich meinen Kunden starke Bilder liefern. Und das brauchen sie heute mehr denn je. Es gibt heutzutage so viele Fotos, dass wir ständig mit Bildern konfrontiert sind. Wer herausstechen will, benötigt daher wirkungsvolle Bilder. Außerdem gibt es viele Innenraumfotografen, und es ist wirklich wichtig ist, einen eigenen Stil und eine eigene Technik zu entwickeln, um sich von der Masse abzuheben.
Wie bei allen Arten der Fotografie ist auch bei der Innenraumfotografie eine Kombination aus technischen und kreativen Fähigkeiten gefragt. Ich muss die bereits erwähnten Licht- und Farbprobleme lösen, aber ich muss auch den physischen Raum und die Aufteilung der Immobilie beschreiben: wo befinden sich die Zimmer im Verhältnis zueinander, wie hoch ist die Decke, gibt es Platz zum Sitzen und Essen in der Küche usw.
Gleichzeitig muss ich den Stil und die Atmosphäre der Immobilie beschreiben und sie einladend wirken lassen. Ich muss sie verkaufen.
Finales Ergebnis




AUFNAHME UND KOMPOSITION
Dazu verwende ich eine Reihe von „Tricks“. Der erste ist die Komposition. Indem ich Elemente im Bild platziere, die das Auge von einem Teil des Bildes zum anderen führen, kann ich die Aufmerksamkeit des Betrachters so lange wie möglich auf dem Foto halten. Der zweite „Trick“ ist die Beleuchtung, was wirklich wichtig ist. Ich möchte ein Gefühl von Tiefe im Bild erzeugen, damit der Betrachter diesen Raum quasi betreten und die Oberflächen mit seinen Augen „berühren“ kann.
Dazu stelle ich meine Kamera auf ein Stativ und mache eine Belichtungsreihe. Gleichzeitig bewege ich mich im Raum und löse in bestimmten Winkeln den tragbaren Blitz aus. Ich kombiniere diese Blitze mit dem Umgebungslicht und mische sie dann in Photoshop. Hierzu nehme ich aus jedem Bild einen kleinen Anteil, um den endgültigen Effekt zu erzielen. Das Bild sollte natürlich immer noch so natürlich wie möglich aussehen, und das ist manchmal schwer zu erreichen, besonders hier in Venedig.




Bei den Belichtungsreihen steht die Kamera auf einem Stativ und bewegt sich nicht, sonst hätte ich später Probleme beim Ausrichten der Dateien. Für die Kamera verwende ich einen Fernauslöser, sodass ich sie erst nach der Belichtung anfassen muss. Dabei handelt es sich nicht um HDR! Mit HDR kann man die Lichtmenge in einer Szene steuern. Meine Arbeitsweise erlaubt es mir hingegen, die Quantität, die Qualität und die Richtung des Lichts zu steuern, was bedeutet, dass ich viel mehr Kontrolle habe.
WARUM EIN STATIV UNERLÄSSLICH IST
Im Mittelpunkt steht dabei natürlich das Stativ. Ohne ein gutes Stativ wäre es unmöglich, mehrere Bilder auf diese Weise zusammenzuführen. Aber es ist auch aus anderen Gründen wichtig. Wenn ich das Stativ mit dem Getriebeneiger verwende, kann ich die Komposition und den Bildausschnitt präzise festlegen und sicherstellen, dass alle Linien gerade sind. Das ist in der Architekturfotografie entscheidend. Mit dem Stativ kann ich auch mit einer kleineren Blende fotografieren, um mehr Schärfentiefe zu erhalten und lange Verschlusszeiten zu erreichen. Manchmal ist das natürliche Licht in einem Raum sehr schön, aber leider nicht ausreichend. In dunkleren Räumen kann es vorkommen, dass ich mit einer Belichtung von zehn oder zwanzig Sekunden arbeite, um das Licht wirklich aufzusaugen und die Szene aufzuhellen.


Bei den Belichtungsreihen steht die Kamera auf einem Stativ und bewegt sich nicht, sonst hätte ich später Probleme beim Ausrichten der Dateien. Für die Kamera verwende ich einen Fernauslöser, sodass ich sie erst nach der Belichtung anfassen muss. Dabei handelt es sich nicht um HDR! Mit HDR kann man die Lichtmenge in einer Szene steuern. Meine Arbeitsweise erlaubt es mir hingegen, die Quantität, die Qualität und die Richtung des Lichts zu steuern, was bedeutet, dass ich viel mehr Kontrolle habe. Das Stativ meiner Wahl für Innenaufnahmen ist das. Ich benutze ein solches Stativ schon seit vielen Jahren. Es besteht aus Carbonfaser, ist also leicht, aber sehr stabil, schnell einzustellen und flexibel genug, um es in engen Räumen und auf unebenen Oberflächen einzusetzen. Genauso wichtig wie das Stativ selbst ist der Stativkopf. Für Innenräume gibt es wirklich nichts Besseres als einen Getriebeneiger wie den . Mit Getriebeneigern können Sie alle drei Achsen unabhängig voneinander sehr präzise einstellen. Anders als z. B. bei einem Kugelkopf können Sie die Kamera sehr genau auf einer Achse nivellieren, ohne die beiden anderen Achsen zu beeinflussen. Durch Drehen der Verriegelung eines beliebigen Knopfes wird der Zahntrieb freigegeben und Sie können diese Achse schneller und weiter verstellen. Die größere obere Platte sorgt für eine stabile Verbindung mit der Kamera und rastet mit einem beruhigenden „Klick“ ein. In letzter Zeit verwende ich häufig das auf meinen Stativen, was meine Aufbauzeiten unglaublich verkürzt hat.
Wie bereits gesagt, geht es bei der Innenraumfotografie vor allem darum, Probleme zu lösen. Jeder Raum bringt andere Herausforderungen mit sich. Wenn Sie methodisch vorgehen und die richtige Ausrüstung verwenden, können Sie diese Herausforderungen meistern. Es ist nicht einfach, aber es kann unglaublich lohnend sein, vor allem in einer Stadt wie Venedig und in einem Gebäude wie dem, in dem ich heute arbeite. Es gibt schlimmere Orte zum Arbeiten, oder?


Normalerweise stelle ich zunächst das Stativ auf die richtige Höhe ein und nivelliere den Stativkopf mit der eingebauten Wasserwaage. Danach bringe ich die Kamera an.
Sobald die Kamera auf der oberen Platte eingerastet ist, drücken Sie den Hebel noch einmal, um sicherzustellen, dass er fest geschlossen ist. Verwenden Sie zum Verstellen der Höhe die Beine und nicht die Mittelsäule. Wenn Sie die Mittelsäule ausfahren, besteht ein größeres Risiko, dass Bewegungen und Vibrationen die Bildschärfe beeinträchtigen. In engen Räumen kann die Mittelsäule jedoch nützlich sein. Sie müssen die Beine nicht so weit ausfahren und benötigen weniger Stellfläche für das Stativ. Achten Sie immer darauf, die Stativbeine so weit wie möglich zu öffnen, um Stabilität zu gewährleisten. Zudem müssen alle drei Beine gleich lang sind. Es gibt nichts Schlimmeres als ein schiefes Stativ.
Nutzen Sie unbedingt alle Möglichkeiten, die das bietet. Ich stütze oft ein kurzes Bein im 90-Grad-Winkel an einer Wand oder auf einer Platte ab, wenn ich auf engem Raum so weit wie möglich zurückgehen muss. Oder schwenken Sie die mittlere Säule um 90°, um Zenitaufnahmen zu machen, z. B. wenn Sie eine Decke von unten oder von einem Balkon nach unten fotografieren. Seien Sie dabei vorsichtig und stellen Sie das Stativ auf, bevor Sie die Kamera anbringen.
Wenn Sie mit einer Spiegelreflexkamera (SLR oder DSLR) fotografieren, verwenden Sie die Spiegelvorauslösung der Kamera, um Vibrationen durch die Bewegung des Spiegels zu vermeiden. Nachdem Sie den Spiegel hochgeklappt haben, warten Sie mindestens 3 Sekunden, bevor Sie die Aufnahme mit einem Fern- oder Selbstauslöser machen. Bei einer spiegellosen Kamera gibt es natürlich keine Spiegelvorauslösung, aber Sie sollten trotzdem einen Fern- oder Selbstauslöser verwenden, damit Sie die Kamera im Moment der Belichtung nicht berühren müssen.
Manche Leute sagen, man solle nie mit einer am Stativ befestigten Kamera herumlaufen, aber ich mache das ständig. Achten Sie nur darauf, dass die Beine geschlossen sind. Wenn Sie mit einem über die Schulter geschnallten Stativ zu Fuß unterwegs sind, tragen Sie es umgedreht, mit dem Stativkopf nach unten. Das ist viel einfacher.



